Menü

 Stand: 17.11.2022

Staatliche Dezember-Soforthilfe

Entlastung für Gas- und Wärmekunden

Die Bundesregierung möchte Gas- und Wärmekunden finanziell entlasten und hat daher die sogenannte Dezember-Soforthilfe eingeführt. Die Abwicklung erfolgt in zwei Schritten. Sie beinhaltet, dass der Staat die Zahlung des Gas- bzw. Wärmeabschlags für den Monat Dezember übernimmt. Die finale Höhe der Entlastung wird im Anschluss individuell pro Kunde ermittelt.

1. Schritt:   Sie müssen Ihren Dezember-Abschlag für Gas und Wärme nicht zahlen.

Je nachdem, welche Zahlungsart Sie bei uns hinterlegt haben, bedeutet das:   

  • Wenn Sie einen Lastschrifteinzug vereinbart haben, wird Ihr Dezember-Abschlag von uns nicht eingezogen. Sie brauchen somit nichts weiter unternehmen.
  • Wenn Sie einen Dauerauftrag bei Ihrer Bank angelegt haben, müssen Sie selbst aktiv werden. Melden Sie sich bei Ihrer Bank und setzen Sie die Zahlung des Dezember-Abschlages aus.
  • Wenn Sie Ihre Abschläge monatlich manuell überweisen bzw. bar bei uns vor Ort bezahlen, können Sie für den Monat Dezember darauf verzichten.

2. Schritt:   Berücksichtigung der realen Entlastung in der Jahresrechnung

Der finale Entlastungsbetrag wird in Ihrer Jahresrechnung 2022 als sogenannte Bundesgutschrift separat ausgewiesen. Für deren Berechnung hat der Gesetzgeber die nachfolgende Vorgehensweise festgelegt: 

  • Gas:  Grundlage ist der im September 2022 prognostizierte Jahresverbrauch. Die Höhe Ihres finalen Entlastungsbetrages entspricht einem Zwölftel dieses Verbrauchs, multipliziert mit dem am 01.12.2022 gültigen Gaspreis.
  • Wärme:  Der finale Entlastungsbetrag beträgt ein Zwölftel der gezahlten Abschläge des Jahres 2022, multipliziert mit dem gesetzlich festgelegten Anpassungsfaktor in Höhe von 120 Prozent.

In diesem Zusammenhang gibt es zu beachten, dass Sie bei uns über das Jahr gesehen stets 11 Abschläge zahlen – von Februar bis Dezember. Der nach gesetzlicher Vorgabe ermittelte Soforthilfe-Betrag des Staates könnte daher unter Umständen niedriger sein, als Ihr Dezember-Abschlag. Die Abweichung wird in der Jahresrechnung entsprechend berücksichtigt. 

Weitere Informationen zur Dezember-Soforthilfe:

  • Die Dezember-Soforthilfe erhalten alle Haushaltskunden, kleine und mittlere Unternehmen sowie soziale Einrichtungen automatisch, die keine stündliche Leistungsmessung haben. Größere Verbraucher, wie die Wohnungswirtschaft, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Kunden mit stündlicher Leistungsmessung können bis 31.12.2022 schriftlich darlegen, dass ein Anspruch auf Soforthilfe gemäß § 2 Abs. 1 Satz 4 EWSG besteht.
  • Bei Soforthilfe-berechtigten Kunden, die monatlich abgerechnet werden und keine Abschläge zahlen, erfolgt die Erstattung mit der Dezember-Rechnung.
  • Zahlen Sie Ihre Heizkosten über eine Betriebskostenpauschale an Ihren Vermieter, wird die Entlastung (die Ihr Vermieter durch die Dezember-Soforthilfe erhält) im Rahmen der Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2022 an Sie weitergegeben. Sie profitieren damit genau dann von der Entlastung, wenn sich ein Anstieg der Heizkosten bei Ihnen auswirkt.
  • Sollten Sie den Dezember-Abschlag versehentlich doch gezahlt haben, wird der Soforthilfe-Betrag in jedem Fall innerhalb der Jahresrechnung gutgeschrieben. Ihnen geht somit kein Geld verloren.

Energiesparen zahlt sich aus: 

Auch wenn im kommenden Jahr weitere Entlastungen folgen sollen, ist und bleibt der effiziente Umgang mit Energie entscheidendes Mittel, um Kosten zu senken. Es gibt vielfach Möglichkeiten, Energie einzusparen – zum Beispiel die Heizung herunterdrehen, wenn niemand zu Hause ist, Stoßlüften und beim Duschen auf Dauer und Temperatur achten. Vielleicht tun es manchmal auch ein oder zwei Grad weniger im Zimmer. Jedes Grad weniger heizen verbraucht sechs Prozent weniger Energie und Geld – denn jede eingesparte Kilowattstunde schont auch den eigenen Geldbeutel.

Weitere Energiespartipps 

Seite drucken